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Dienstag, 27. April 2010

Stephen King's "Wahn"




Lange habe ich überlegt, welches Buch ich hier mal wieder vorstellen könnte. Hatte ja bisher mein Tribut mit der Bis(s)-Reihe (welche im Juni ja glücklicherweise in die fünfte Runde geht).
Bereits als Teenager mochte ich die Filme von Stephen King sehr und wollte auch immer mal ein Buch lesen. Aber irgendwie schaffte ich es nie. Groß waren also die Erwartungen, als ich dann mit seinem Buch "Wahn" begann - und las es sogar bis zum Ende (bin jetz stolz auf mich).

Worum geht es in diesem Buch? Der erfolgreiche Geschäftsmann Edgar Freemantle hat im Grunde alles. Eine gut funktionierende Familie, einen tollen Job, ein großes Haus, viel Geld. Doch der Zufall will es so, dass er eines Tages einen sehr schweren Unfall hat, der ihm fast das Leben kostet. Nur mit viel Glück kann man ihn noch retten, aber seine gesamte rechte Körperhälfte ist mehr oder weniger verkrüppelt. Der rechte Arm fehlt sogar ganz. Und Edgars Kopf ist stark verletzt, so dass ihm Erinnerungen fehlen, er muss das sprechen erst einmal wieder richtig erlernen. Dabei hilft ihm seine "Wutmanagementpuppe" Reba, welche er nach Herzenslust anschreien, schlagen und sogar durch die Gegend werfen kann. Seine Schmerzen treiben ihn in den Wahnsinn und in diesem Zustand entfahren ihm einige Flüche, ja er würgt sogar einmal seine Ehefrau.... so dass diese am Ende die Scheidung einreicht.

Um in seinem Zustand wieder etwas abzuschalten, verschlägt es ihn für ein Jahr auf die Insel Duma Key in Florida. Er durchlebt einen recht schnellen Genesungsprozess und die Umgebung könnte eigentlich schöner nicht sein. Wenn da nicht dieses Haus wäre...
Freemantle entdeckt seine Vorliebe zur Malerei und beginnt bei jedem Kribbeln in seinem fehlenden rechten Arm, welches sich immer mehr zum Phantomschmerz entwickelt), in seinem "Little Pink" ein Bild nach dem anderen zu malen. Nichtsahnend, was er damit heraufbeschworen hat. Denn das Böse treibt auf der Insel sein Unwesen und hat es auf ihn und alle, die er liebt, abgesehen.

So sterben mit der Zeit einige Leute, die Freemantle am Herzen liegen durch seine Bilder, die plötzlich lebendig zu werden scheinen. Ein schwerer Kampf steht ihm bevor. Wird er ihn gewinnen?

Ich möchte nicht zuviel verraten. Soviel sei nur gesagt: Dieses Buch ist spannend vom ersten bis zum letzten Kapitel und reißt den Leser richtig in seinen Bann. Die Story ist in der Ich-Form geschrieben und macht hin und wieder kleine Abstecher zu einer ganz anderen Geschichte, deren Sinn man erst im Verlauf des Buches erkennt.
Ich muss sagen, sollte dieses Buch irgendwann mal verfilmt werden, wäre ich auf das Ergebnis wirklich gespannt.

Lesen lohnt sich!